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PRESSEMITTEILUNG 25. Febr. 2010

6. folkBALTICA vom 21.-25. April 2010 steht „Im Zeichen der Sonne“ Musik und Tanz, Ausstellungen, Vorträge, Workshops, Filme… Der Vorverkauf beginnt

Vom 21. bis zum 25. April 2010 bietet das diesjährige Festival folkBALTICA mit 45 Veranstaltungen neue Höhepunkte der musikalischen Kultur aus den Ländern rund um die Ostsee. An über 38 verschiedenen Spielstätten in Flensburg und der deutsch-dänischen Region Sønderjylland-Schleswig lädt folkBALTICA zu einem aufregenden musikalischen Feuerwerk mit moderner Folkmusik ein. Das außergewöhnliche Programm im Norden Schleswig-Holsteins und in der dänischen Region Sønderjylland wird im sechsten Jahr einmal mehr seinem Ruf gerecht, innovative Überraschungen und musikalische Entdeckungen zu präsentieren. Der diesjährige Länderschwerpunkt Lettland festigt das Renommee der folkBALTICA als Kulturereignis mit Augenmerk auf das Besondere.

85 Musikerinnen und Musiker aus Lettland, Estland, Polen, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Deutschland gestalten an 19 Spielorten auf 38 Bühnen das Programm. Dazu gibt es Ausstellungen, Kinofilme und Vorträge, für die auch die ehemalige lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga nach Flensburg kommt.

Im Zentrum aller Aktivitäten des Festivals steht auch in diesem Jahr wieder die Hauptbühne im Forum der Duborg-Skolen auf der westlichen Höhe Flensburgs mit weitem Blick über die Flensburger Förde.
NDR-Info schneidet dort die Konzerte am 24. und 25. April mit.

Ein großes Workshopangebot in der Musikschule Flensburg am 24. April vervollständigt ein prallgefülltes Programm zwischen Husum und Eckernförde, Kappeln, Schleswig, Apenrade und Sønderborg, sowie der Großen Ochseninsel mitten auf der Flensburger Förde.

Den festlichen Auftakt der Hauptkonzerte in Flensburg bildet das nordisch - baltische „Sonnenkonzert“ in der Nikolaikirche am 23. April 2010. Die Sonne hat in Lettland eine kultische Bedeutung, und der lettische Sonnenmythos wird in der Dänisch-Deutschen Grenzregion für die Zeit des Festivals allgegenwärtig sein.

Stars des Hauptkonzertes „Fiddles und Funk“ sind die Gruppen Patina und Frigg, und nicht nur das Festival-Finale wird wieder ein weltmusikalisches Crossvover mit Musikern aus vielen Ostseeländern auf die Bühnen bringen. Darüber hinaus bieten 35 lettische Künstler allein 17 Konzerte, drei Workshops, zwei Ausstellungen, zwei Vorträge und ein Tanzfest zum Schwerpunktland Lettland.

„In dieser Dichte ist die enorme Vielfalt und Lebendigkeit der lettischen Traditionen in Deutschland wohl noch nie gezeigt worden,“ so der künstlerische Leiter des Festivals, Jens-Peter Müller.

Bei uns bislang nahezu unbekannt, präsentieren die Künstler des im Fokus stehenden Landes Lettland ungeahnte Sounds: Absolut faszinierend ist die vokale Mehrstimmigkeit lettischer Gesangskunst des Trio Smite, Karkle, Cinkuss, das schon bei der letzen folkBALTICA begeisterte. Urgewaltig die Gruppe Auli mit 5 Dudelsäcken und drei Percussionisten . Abgefahren der funkige Folk-Jazz der Gruppe „Patina" und weltmusikalisch das Crossover des lettischen Akkordeonisten Valts Puce und Mitgliedern der Gruppe „Owls" mit der georgischen Gruppe „The Shin", die im Jahr 2009 Sieger des Weltmusikwettbewerbs „Creole“ wurden (Festival-Finale 25. April 2010). Auch auf dem alten baltischen Zitherinstrument Kokles zeigen die jungen Virtuosinnen wie Laima Jansone und der Multiinstrumentalist Valdis Muktupavels wie lebendig die lettische Folkszene ist.

Besondere Gäste des Festivals folkBALTICA sind in diesem Jahr die ehemalige lettische Präsidentin und Mitglied im EU-Rat der Weisen, Vaira Vike- Freiberga, sowie der lettische Kulturminister Ints Dalderis und der Botschafter Ilvas Klavas.

Zu den Highlights aus den anderen Ländern des Ostseeraumes zählen u.a. die „umwerfende“ Instrumentalgruppe „Frigg“ mit sieben Musikern aus Finnland und Norwegen die dänisch- färöische Band „Valravn“(folkparty am 23. April im Kühlhaus) das „Crane Dance Trio“ aus Schweden, die polnische Ethnobeat-Formation „Zywiolak“ und die preisgekrönte deutsche Gruppe „Deitsch“.
Im kultigen Mitternachtskonzert auf dem Flensburger Museumsberg (24. April) treffen zum diesjährigen Instrumentenspecial „Flöten“ fünf Virtuosen aus Skandinavien und Deutschland erstmalig aufeinander.

Erstmalig präsentieren die Organisatoren auch Tanzdarbietungen auf der Bühne. Die schwedische Tänzerin und Choreografin Åsa Rockberg aus dem 500 km nördlich von Stockholm gelegenen Ort Näsåker im Angermanland verleiht im Sonnenkonzert dem Joikgesang des samischen Musikers und Schauspielers Áilloš -Inger Ante Ailu Gaup, faszinierende, körperliche Gestalt. Das Festival-Finale würzt der georgische Tänzer Aleksandre Chumburidze durch eine temperamentvoll-getragene, fröhlich-nachdenkliche, kaukasisch-baltische Performance.

Zu einer spannenden nordisch-baltischen Begegnung kommt es auch im folkBALTICA-Special „Kokles und Kantele“ im Flensburger Schiffahrtsmuseum.
Kokles sagen die Letten, Kankles die Litauer, Kannel die Esten und Kantele die Finnen zu dem länglichen Zitherinstrument, das zart gezupft manchmal wie eine liegende Harfe wirkt. Die Finnen haben einen großen Entwicklungsschub in den letzten Jahrzehnten geleistet, was die technischen Spielmöglichkeiten und innovative Instrumente angeht. Es gibt coole Kantele, die wie eine E-Gitarre in Hüfthöhe hängen und elektrische große Konzertinstrumente. Die jungen Lettinnen, Laima Jansone und Kristina Sibina, eifern dem mit großer Virtuosität nach. Gast aus Finnland ist die Dozentin an der Sibelius Akademie in Helsinki, Vilma Timonen. Neben ihren Solo-Konzerten geht sie mit dem Vilma Timonen-Quartett und ihrer modernen Kantele neue Wege zwischen Folk und Jazz.

Das in Flensburg beheimatete Zentrum für Europäische Minderheitenfragen (ECMI) wirft in einem öffentlichen Symposium einen Blick auf die Entwicklung der Minderheiten und Sprachen in den Ländern der Ostsee, speziell auf Lettland.

In Kooperation mit dem Sekretariat des kulturellen Ostseenetzwerkes Ars Baltica, das seit Beginn diesen Jahres seinen Sitz im Landeskulturzentrum Salzau hat, kommt es in Salzau am 21. April zu einem Sonderkonzert mit den Top-Gruppen des Festivals Frigg und dem Trio Smite , Karkle, Cinkuss.

Die gemeinnützige GmbH folkBALTICA ist Mitglied des kulturellen Ostseenetzwerkes Ars Baltica. Das Festival wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, des Interregprojektes „Kulturbro“ der Region Sønderjylland-Schleswig, der Stadt Flensburg, der Kommune Sønderborg und Apenrade, der norwegischen Botschaft, des norwegischen Außenministerium, ESEK in Finnland, der Deutsch-finnischen Gesellschaft, des polnischen Generalkonsulates Hamburg und von den Sponsoren RAINER PRÜSS wirtschafts- und kulturkonzepte, dem Selbsthilfebauverein (SBV) sowie dem Audi Zentrum Flensburg (AFZ). Der Gesamtetat beträgt 190.000,-€

Auf www.folkbaltica.de gibt es das komplette Programm sowie Hörproben. Karten im Vorverkauf sind ab 26. Febr. 2010 bundesweit an allen Reservix –Vorverkaufsstellen, sowie als „print@ home“ auf www.folkbaltica.de erhältlich.

Pressefotos senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Pressemitteilung zum Download (PDF)

Ehemalige Staatspräsidentin Lettlands und Mitglied im „Rat der Weisen“ der EU kommt zur folkBALTICA

Pressemitteilung 27.01.2010
Die frühere lettische Staatspräsidentin Dr. Vaira Vīķe-Freiberga kommt zur 6. folkBALTICA vom 21.-25. April nach Flensburg. Wie der künstlerische Leiter des Musikfestivals, Jens-Peter Müller, bekannt gab, hat die promovierte Psychologin jetzt ihre Zusage gegeben, im Rahmen des Länderschwerpunktes Lettland einen Vortrag über die kultische Bedeutung der Sonne in der lettischen Mythologie halten. Frau Vīķe-Freiberga war von 1999-2007 Präsidentin der Republik Lettland und wurde im Dezember 2007 als stellvertretende Vorsitzende in den „Rat der Weisen“ der EU gewählt.

Als Kind von Kriegsflüchtlingen verbrachte sie einige Jahre in Herrenwyk bei Lübeck, lebte dann in Marokko und in Kanada. Zwischen 1965 und 1998 lehrte sie als Professorin für Psychologie an der Universität von Montréal. Sie erhielt fünf Ehrendoktorwürden und weitere renommierte Auszeichnungen.

Ein großer Teil ihrer Forschung dreht sich um die traditionellen lettischen Lieder, die „Dainas“. Lettland verfügt über eine weltweit einmalige Sammlung von 218.000 überlieferten Liedtexten. Darunter befinden sich mehr als 4500 Dainas, die der Sonne und den damit in der lettischen Kultur verbundenen philosophischen und spirituellen Zusammenhängen einen emotionalen und poetischen Ausdruck verleihen.

Der diesjährige Länderschwerpunkt Lettland festigt das Renommee der folkBALTICA als Kulturereignis im Norden Schleswig-Holsteins und in der dänischen Region Sønderjylland-Schleswig mit Augenmerk auf das Besondere. Der reiche Kulturschatz des baltischen Landes und die lebendige Musikszene, die Tradition und Innovation verbindet, ist hierzulande noch eher unbekannt. Gruppen aus Lettland setzen einen besonderen Akzent in einem Programm mit traditioneller Musik in modernen Erscheinungsformen rund um die Ostsee. Künstlerinnen und Künstler kommen auch aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Estland, Polen, Deutschland und aus Sapmi (Lappland).

Der Kartenvorverkauf für die 45 Veranstaltungen des Festivals vom 21.-25. April an über 30 verschiedenen Spielorten in Flensburg und der deutsch-dänischen Region Sønderjylland-Schleswig beginnt am 26. Februar 2010. Weitere Informationen auf www.folkbaltica.de

6. folkBALTICA Festival vom 21.-25. April 2010 mit Länderschwerpunkt Lettland

Pressemitteilung 18.09.2009
Lettland wird Länderschwerpunkt des 6. folkBALTICA Festivals, das vom 21.-25. April 2010 in Flensburg und der deutsch-dänischen Region Sønderjylland-Schleswig stattfindet.

Der reiche Kulturschatz des baltischen Landes und die lebendige Musikszene, die Tradition und Innovation verbindet, ist hierzulande noch eher unbekannt.

Das kleine Land mit 2.2 Millionen Einwohnern hat über 46 Jahre russischer Okkupation mit Hilfe seiner traditionellen Musik seinen Stolz und seine Identität bewahrt. Es war das lettische Festival „Baltica“, das 1987 Ausgangspunkt wurde für die „singende Revolution“, mit der die baltischen Staaten 1991 die Unabhängigkeit erlangten.

„Die lettische Musikszene ist im Aufbruch,“ sagt Festivalleiter Jens-Peter Müller. Er konnte sich im Juli dieses Jahres vor Ort von der Vielfalt der Musikszene und der tiefen Verwurzelung in den Traditionen überzeugen. „Gerade für die jungen Letten haben die jahrtausende alten Überlieferungen, Zeichen und Symbole, Lieder und Instrumente, große Bedeutung. Sie bilden eine starke Basis, um die Herausforderungen der heutigen Zeit als Gemeinschaft zu meistern.“

Neben Konzerten mit Künstlern aus Lettland und den anderen Ländern rund um die Ostsee sind auch wieder Workshops, Filme und eine Ausstellung geplant, überraschende Begegnungen mit einem bisher bei uns wenig bekannten Kulturschatz.

Auf der Homepage www.folkbaltica.de gibt es einen bebilderten Reisebericht von Jens-Peter Müller.