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folkBALTICA-Finale auf DVD!

Das Finale der folkBALTICA 2009 „Ein Abend für Rasmus Storm“ gibt es jetzt als DVD!
Die mit einem Menue und einem achtseitigen Booklet versehene DVD ist für 10€ im Festivalbüro, Süderfischerstr.8, Tel. 0461-1689012 und in der Touristinformationen am ZOB in Flensburg erhältlich.

Das Konzert mit über 30 Musikerinnen und Musikern aus Dänemark, Schweden, Finnland und Deutschland zählte zu den Höhepunkten der jungen Festivalgeschichte. Auch die Filmaufnahmen des Offenen Kanal Flensburg strahlen eine ähnliche Faszination aus wie das Live-Konzert am 26. April 2009 in der Flensburger Marienkirche. Zu hören und zu sehen sind - mit Interpretationen von Stücken aus der legendären Sammlung des Spielmanns Rasmus Storm – das Trio Mio, Habbadám, Hans Dans, Harald Haugaard & Helene Blum, Tom Daun, Tapani Varis, Peter Uhrbrand, Nikolaj Busk sowie die Landstreicher der Musikschule Flensburg und andere Jugendliche aus dem Meisterkurs des Geigenvirtuosen Harald Haugaard.

Als Festivalleiter Jens-Peter Müller den „Spiritus Rector“ der dänischen Folkszene,  Harald Haugaard, auf die Idee eines „Abend für Rasmus Storm“ ansprach, war dieser sofort begeistert: „Rasmus Storm war ein Reisender in Sachen Musik- folkBALTICA ist das auch. Es spürt die Entwicklungen in der traditionellen Musik des Ostseeraumes auf und führt Musiker und Gruppen in Flensburg zusammen!“

Zusammen mit dem deutschen Harfenist und Rundfunkjournalist Tom Daun produzierte Harald Haugaard ein Festival-Finale, bei dem alle Gruppen ihre Versionen einiger Stücke vorstellten und als großes Festival-Orchester gemeinsam musizierten.

Die Notensammlung des Spielmannes Rasmus Storm (1733-1806) aus Faaborg auf Fünen ist eine der wichtigsten Quellen der dänischen Folkszene und beinhaltet auch Melodien aus den anderen skandinavischen Ländern, aus Schleswig-Holstein,  den Niederlanden und Frankreich.

Faaborg war im 18. Jahrhundert Dänemarks zweitgrößte Hafenstadt. Der Kaufmann Poul Kinafarer besaß alleine 10 Schiffe, mit denen er hauptsächlich Häfen im Ostsee- und Nordseeraum anfuhr. Auf einige dieser Reisen nahm er den Geiger Rasmus Storm mit, der in den nord- und westeuropäischen Städten Musik sammelte und aufschrieb.

Bemerkenswert ist, dass alle 71 Stücke dieser Sammlung von außergewöhnlichem Reiz sind. Es ist die „Pop-Musik“ der damaligen Zeit, in der sich modale Volksmusik-Formen älteren Ursprungs mit Musik im Rokoko Stil mischen.