Klangkarte der Kulturhauptstädte

© Tourist Info Bergen
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Bergen 2000

Im Jahr des „Millenniums“ war die Hansestadt Bergen, das ursprünglich Bjørgvin, „Wiese zwischen den Bergen“ hieß, stolze Europäische Kulturhauptstadt. Über 1000 Veranstaltungen fanden an 300 Tagen des Jahres statt, so die beeindruckende Bilanz der Kulturschaffenden. Spätestens seitdem ist die zweitgrößte Stadt Norwegens in den Köpfen der Menschen als kulturelle Hochburg Norwegens fest verankert.

Die „Festspillene i Bergen- International Bergen Festival“ als bedeutendstes kulturelles Ereignis in Nordeuropa, die von Kultur- und Seefahrtsgeschichte geprägte Innenstadt, das Edvard-Grieg-Museum und viele andere Sehenswürdigkeiten zeugen von der gelebten Kultur in Norwegens ehemaliger Hauptstadt. 2010 ging die Auftragsarbeit des Festivals in Bergen an den meistgespielten norwegischen Dramatiker der Gegenwart, Jon Fosse, und den Bergener Musiker Gabriel Fliflet. Fosse schrieb 33 liedhafte Gedichte für das Projekt mit dem Titel „Åresong“, Fliflet scharte hochrangige Musiker um sich, die diese vertonten und auf der Bühne zum Klingen brachten. Im Rahmen der 7. folkBALTICA ist „Åresong“ erstmalig in Deutschland zu hören.

© Klaus Bentzen
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Kopenhagen 1996

Kopenhagen zeichnet sich, obwohl Hauptstadt Dänemarks, durch seine relativ geringe Einwohnerzahl aus: lediglich an die 500.000 Dänen bevölkern die Inselmetropole. Das Fehlen von hohen Bauten und ein hoher Anteil von Radverkehr am gesamten Verkehrsaufkommen bestärken dieses angenehm unhektische, ungroßstädtische Flair der Stadt.

Kopenhagen wurde im 12. Jahrhundert als Køpmannæhafn („Hafen der Kaufleute“) gegründet. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Stadt Sitz des Königs von Dänemark. Als Wahrzeichen international bekannt begrüßt die Kleine Meerjungfrau, gestaltet nach einem Märchen von Hans Christian Andersen, Segler und Seefahrer an der Hafeneinfahrt von Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt ist eine der Metropolen des europäischen Jazz und war 1996 Europäische Kulturhauptstadt.

Aus Kopenhagen ist der Akkordeonist Nikolaj Busk – im Duo mit Hal Parfitt-Murray – bei der folkBALTICA 2011 zu Gast.

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Sønderborg 2017

Der Kooperationspartner von folkBALTICA, die Stadt Sønderborg, bewirbt sich zusammen mit Flensburg und den Kommunen, bzw. Landkreisen auf beiden Seiten der Grenze um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2017“. Sønderborg liegt idyllisch mit Schloss, Altstadt und Hafen am Alssund. Schon seit Jahren setzt die 30.000-Einwohner-Stadt die Kultur als Antriebskraft für Wachstum und soziale Zusammengehörigkeit ein. Die Bürgermeisterin Aase Nyegaard erklärt das Konzept der Bewerbung, die unter dem Motto „Kultur über Grenzen“ stehen wird: „Die Grenzregion ist die Pforte zwischen dem Norden und dem Rest Europas, und wir haben Mehrheiten und Minderheiten, die gut miteinander harmonieren und eine kulturelle Vielfalt schaffen. Historisch gesehen haben wir Vieles zum Vorzeigen – woraus Europa auch lernen kann. Unsere Titelkandidatur ist ein Ausdruck der Erkenntnis, dass man in Kultur investieren muss und dass von nichts eben nichts kommt.“

Im Reigen der „Kulturhauptstädte vokal“ ist der Sønderjysk Pigekor aus der Region Sønderborg zu Gast, der bei der „Weltmeisterschaft“ der Mädchenchöre in Shanghai die Silbermedaille nach Dänemark holte.

Weitere Informationen unter www.sonderborg2017.dk

© Monica Larsen/Region Stavanger
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Stavanger 2008

Hering möchte man in der viertgrößten Stadt Norwegens nicht sein: In den 1950er Jahren gab es in der heute um die 120.000 Einwohner zählenden Hafenstadt Südnorwegens sage und schreibe 50 Konservenfabriken, von denen die Mehrzahl Sardinen produzierte. Heute ist eine der Fabriken im alten Teil der Stadt „Gamle Stavanger“ als Konservenmuseum zu besichtigen. Die zweite Industrie Stavangers – das Erdöl – hat der Stadt nicht nur einen wirtschaftlichen Aufschwung beschert, sondern auch Firmen und Spezialisten aus dem In- und Ausland angelockt.

2008 war Stavanger gemeinsam mit Liverpool Europäische Kulturhauptstadt. Unter dem Motto „Open Port“ – denn alles Gute kommt für Stavanger aus der Nordsee – rückte die Stadt ihre kulturellen, weltoffenen Kompetenzen in den Mittelpunkt.

Die Singer-Songwriterin Elin Furubotn aus Stavanger ist mit dem Saxophonist Karl Seglem zu Gast bei der folkBALTICA 2011.

© Foundation Tallinn 2011
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Tallinn 2011

Estlands Hauptstadt Tallinn liegt am Finnischen Meerbusen, nur 80 Kilometer südlich von Helsinki. Der Name der mit über 400.000 Einwohnern größten Stadt Estlands (und seit 1986 Partnerstadt Kiels) wird von Taani-linn „Dänische Stadt“ abgeleitet, und ist somit auf die Eroberung durch den dänischen König Waldemar zurückzuführen.

Die wechselvolle Geschichte der Stadt, mit der Besetzung durch Deutsche, Schweden und Russen, wird auch im Motto des Kulturhauptstadtjahres 2011 aufgegriffen: „Stories of the Seashore“. Geschichte(n) neu zu erzählen, um Estland als Teil Europas zu zeigen und seinen Bewohnern und Besuchern neu vorzustellen, ist der Fokus der Veranstaltungen.

Der Mädchenchor des estnischen Fernsehens, in seiner Klasse einer der besten der Welt, ist in diesem Jahr zu Gast bei der folkBALTICA.

Weitere Informationen unter www.tallinn2011.ee

© Stiftung Turku 2011
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Turku 2011

Seit 1996 ist die ehemalige Hauptstadt Turku die „Weihnachtsstadt“ Finnlands. Am Heiligen Abend wird vom Balkon der Brinkkala Hall „Ein feste Burg ist unser Gott“ gesungen und der Weihnachtsfrieden verkündet. Stolz darf die Stadt im Südwesten Finnlands aber auch auf ihren bedeutenden Hafen an der Mündung des Flusses Aurajoki, die zweitgrößte Universität des Landes und den Sitz des Erzbischofs sein.

2011 ist sie unter dem Motto „Turku in Flammen“ – eine Reminiszenz der vielen zerstörenden Feuer, die die Stadt in den vergangenen Jahrhunderten heimgesucht haben und gleichzeitig ein Bild für ihre lebendige Kultur – gemeinsam mit Tallinn Europäische Kulturhauptstadt.

Turkus knapp 200.000 Einwohner sprechen Finnisch und Schwedisch, so auch die berühmte Akkordeonistin Maria Kalaniemi, die für ihre neue CD „Vilda Rosor“ in der Region um Turku Volkslieder gesammelt hat. Mit Olli Varis und dem von „Sväng“ bekannten Mundharmonikaspieler Eero Grundström ist sie 2011 zu Gast bei der folkBALTICA.

Weitere Informationen unter www.turku2011.fi

© Turistbyrå Umeå
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Umeå 2014

Umeå wird in Schweden die „Stadt der Birken“ genannt. Zum Schutz vor Bränden pflanzten die Bewohner der heute nördlichsten Universitätsstadt Schwedens über 3000 Birken, die das Stadtbild seitdem entscheidend prägen. An der Mündung des Flusses Ume älv in den Bottnischen Meerbusen gelegen, macht das 115.000 Einwohner zählende Städtchen einen beschaulichen Eindruck, den der berühmte Sohn der Stadt, Stieg Larsson, in seinen Krimis kräftig aufmischte.

2014 wird sich Umeå mit Riga den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt teilen. Das Programm, das den bunten Titel „Curiosity & Passion – The Art of Co-Creation“ trägt, ist inspiriert von den acht Jahreszeiten des samischen Kalenders. Auf dem Rathausplatz der Stadt ist ein Haus aus Glas geplant, das Bühne und Podium für Künstler und Bürger der Stadt sein soll, ihr Heimatstadt-Credo zu verkünden.

folkBALTICA 2011 hat das junge Vokalensemble Kraja aus Umeå eingeladen.

Weitere Informationen unter www.umea2014.se

© Rolf Roletschek
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Helsinki 2000

In Helsinki kann man viel erleben: „Weiße Nächte“ zur Zeit der Sommersonnenwende, da die Stadt auf dem Breitengrad Südalaskas und der Südspitze von Grönland liegt, zweisprachige Ansagen im Öffentlichen Personennahverkehr, da Helsinki wie das ganze Land offiziell Finnisch und Schwedisch als Landessprache hat, und nicht zuletzt das UNESCO-Weltkulturerbe „Suomenlinna“, eine alte Festung der Stadt, die auf mehreren vorgelagerten Inseln den Besucher von der Seeseite begrüßt.

Im Jahr 2000 war die finnische Hauptstadt Europäische Kulturhauptstadt mit dem Motto „Wissen, Technik und Zukunft“. Die nach dem großen finnischen Komponisten Jean Sibelius benannte Musikakademie Finnlands ist die einzige des Landes, aber eine der größten und bedeutendsten in Europa. Große finnische Musikexporte wie die Heavy-Cello-Band Apocalyptica, aber auch unsere Akkordeonistin Maria Kalaniemi verfeinerten hier ihr musikalisches Wissen. Immerhin kann man seit 1984 hier Volksmusik studieren. Zu den neuen Absolventinnen gehören die „Nordic Masters“ der Gruppe „Blink“.

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Stockholm 1998

Schwedens Hauptstadt Stockholm ist mit über 800.000 Einwohnern die größte Stadt Skandinaviens. Ein Schärengarten mit 24.000 kleineren und größeren Inseln umschließt die Stadt von der Ostseeseite, von der Landseite umströmt der in die Ostsee fließende Mälarsee die Stadt, sodass sich Süß- und Salzwasser in der Stadt treffen. Die Residenz des schwedischen Königs ist zu 30% mit Wasser bedeckt, kleine Parks und Grünflächen machen zudem den besonderen Reiz der Stadt aus.

1998 war Stockholm Europäische Kulturhauptstadt. Der geographischen Lage der Stadt entsprechend waren Schwerpunktthemen des Kulturhauptstadtjahres Wikinger- und Bootsausstellungen. Die Einweihung des Modernen Museums auf der Stadtinsel Skeppsholmen war der Startschuss für ein fulminantes Kulturjahr in Stockholm.

Emilia Amper, die Nyckelharpaspielerin des Folkquartetts Blink, ist aus Stockholm bei der folkBALTICA 2011 zu Gast.


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